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Was spricht dafür, einen Livestream anstatt eines Videocalls als Ausspielkanal zu nutzen?

Folgende Argumente sprechen gegen Videocalls als Livestream-Ersatz:

Videocalls schließen viele Menschen aus, da man eine spezielle App (z.B. „Zoom“) braucht um zuzuschauen. Livestreams (z.B. über YouTube) können hingegen in jedem (!) Browser und mit jedem Betriebssystem (!) angeschaut werden. Auch an sehr alten Rechnern, an Tablets oder sogar am Handy. Zudem ist z.B. die „YouTube App“ ist auf ca. 3 Mrd. Handys weltweit installiert.

Videocalls können gar nicht oder nicht so einfach geteilt werden, z.B. als Link auf Twitter oder Facebook. Die Reichweite Ihrer Veranstaltung ist dadurch massiv eingeschränkt.

Es gibt keine natürliche „Aufzeichnung“ bei einem Videocall und daher können Sie bei einem Videocall nicht „Pause“ drücken oder einfach 15 Minuten zurück springen. All dies können Sie aber bei Livestreams. Diese stehen z.B. bei YouTube und Facebook nach dem Event auch sofort online zur Verfügung sodass Zuschauer, die zu spät gekommen sind, sich die Wiederholung noch einmal anschauen können. Ein Videocall hingegen ist nach Ende des Events sofort weg und wird von der Videocall-Plattform nicht gespeichert.

Die Qualität von Videocalls ist sehr viel schlechter als bei einem Livestream. Videocalls sind auf möglichst geringe Latenz für Gespräche ausgelegt. Unter diesem Fokus auf die Geschwindigkeit leidet dann Ton- und Videoqualität. Dadurch kommt es öfter zu kleinen Abbrüchen und Sprüngen beim Sender oder Empfänger des Videocalls, selbst bei guten Internet-Verbindungen. Livestreams hingegen haben oft 30 Sekunden Buffer. Dieser hilft viel, da es im Internet immer mal wieder Mini-Aussetzer gibt, die in einem Videocall dann sofort zu sehen sind und bei Livestreams durch den Buffer ausgeglichen werden können.
Besonders die Übertragung von Musik und Videos ist in Videocalls wegen der hohen Kompression nahezu unmöglich / unerträglich.
Videocalls sind toll für direkte Gespräche und zur Zuschaltung von Personen, die nicht vor Ort sein können. Wir raten aber davon ab sie als Ausspielkanal einer Videoübertragung zu nutzen. Wenn Sie eine „geschlossene“ Veranstaltung wünschen, können wir auch einen sog. „nicht gelisteten“ YouTube Livestream einrichten. Dieser ist dann nicht über die YouTube oder Google Suche auffindbar und wird auch nicht auf dem Kanal gelistet. Die URL enthält dann das Passwort.